Frostern
Was feiern wir eigentlich Ostern?
Passionszeit: Jesus hat 40 Tage in der Wüstegefastet, außerdem errinnert diese Zeit von Karneval bis Ostern an den Leidensweg Jesu und übt in Enthaltsamkeit. In dieser Zeit habe ich dieses Jahr bewusst auf Schokolade verzichtet. Nicht primär aus religiösen Gründen, sondern weil ich einfach mal etwas fasten wollte, was zwar weh tut, aber nicht lebensnotwendig ist. Jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist und hab gleicheitig gelernt, dass man auch Videoabende, Kaffeerunden und Frühstückssessions ohne Schokolade überleben kann :-)
Palmsonntag: Jesus zieht in Jerusalem ein und wird als König umjubelt. Seine Herrlichkeit ist zumindest kurz sichtbar. Das könnte man durch eine Parade, Lobpreis und eine fröhliche Tanzveranstaltung feiern. Dieses Jahr hab ich zu spät darüber nachgedacht und nichts dergleichen getan. Für nächstes Jahr werde ich mir sicher noch was einfallen lassen...
Gründonnerstag: Jesus setzt alles daran, Gemeinschaft mit seinen Jüngern zu haben. Er feiert das letzte Abendmahl, wird verraten und im Garten Getsemane festgenommen. Als Erinnerung daran haben wir in der Uferkirche ein besinnliches abendmahl gefeiert und hinterher mit ein paar Freunden Gemeinschaft beim Billard und bei afrikanischem Essen (fast israelisch und als Connection zu meinem Bruder in Liberia) den Abend ausklingen lassen.
Karfreitag: Jesu Prozess, Tod, Grablegung. Ein Tag des Trauerns und der Besinnung. Jesus hat alles gegeben und ist durch den Tod gegangen ohne seine göttliche Macht zu nutzen. Das möchte ich nicht einfach übergehen, sondern bewusst wahrnehmen.
Ostersamstag: Ist es Karsamstag oder Ostersamstag? Bedenken wir den Tod Christi oder freuen wir uns über die bevorstehende Auferstehung? Freude oder Trauer, Party oder Besinnung, wie geht es weiter? Ich weiss es nicht. Und ich glaube, das trifft auch am ehesten auf die Situation der Jünger am ersten Osterwochenende zu. Sie wussten auch nicht, was sie tun sollten und wie es weiter geht. Von daher ist so ein Tag des Zweifelns und der Ungewissheit durchaus sinnvoll...
Ostersonntag: Der Herr ist auferstanden! Und die Freude der Auferstehung kann diesen Tag besonders prägen. Das Grab ist leer und wer auf Jesus vertraut kann sich freuen und das Licht der Welt weitergeben an die Menschen, die den eignetlichen Sinn von Ostern vor lauter Eiern und Hasen vergessen haben.
Wie viele Christen habe ich eine Osternacht zum Sonnenaufgang genossen, nach dem Osterfrühstück den Familiengottesdienst in der Uferkirche genossen und danach den Tag mit meiner Familie verbracht.
Ostermontag: Was feiern wir eignetlich am Ostermontag? Jesus ist Sonntag auferstanden und nacheinander noch bis zum Himmelfahrtsfest diversen Jüngergruppen erscheidnen, um seine "letzten Worte" weiterzugeben. Von daher kenne ich keinen theologischen Grund für diesen Feiertag. Aber einen geistlcihen Grund gibt es doch. Denn das wichtigste Fest des ganzen Kirchenjahres und der ganzen Weltgeschichte hat einen zweiten Feiertag verdient. Dadurch wird der Wert deutlich, den Ostern für uns hat und es tut gut, einen Tag der Entspannung und Gemeinschaft zu haben, um die OSterfreude wirklich geniessen zu können ohne sich gleich auf den Alltag einstellen zu müssen. Von daher habe ich den Ostermontag dieses Jahr ganz harmonisch und kreativ genossen mit Ausschlafen, guten Gesprächen, einem Videointerview und lustigem Schoko-Osterhasenjagen inklusive anschliessendem Schokoladenfondue, um entgültig die Fastenzeit zu beenden ;-)
Insgesamt bin ich echt glücklich über diese Ostertage. Zum einen,w eil ich mit vielen tollen LEuten Zeit verbringen konnte und zum anderen, weil ich ganz bewusst den Weg Jesu miterleben konnte und mir wieder bewusst geworden ist, wie wunderbar Gottes Plan mit uns ist :-)
Und trotzdem kommt jetzt wieder der Alltag mit Schlafmangel, Arbeit und Kreativchaos. Aber das gehöhrt wohl auch dazu, um die nächsten Feiertage wieder bewusst wahrnehmen und geniessen zu können :-)

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