Karstens Reisebericht, Teneriffa (1)
Hier der erste Teil meines Reiseberichtes. Ich habe 2 Wochen im Januar 2008 damit verbracht auf Teneriffa (Kanarische Insel, gehoert zu Spanien) meinen Bruder an Bord der Africa Mercy zu besuchen, das Leben an Bord und auf der Insel kennen zu lernen und vom Alltag zu entspannen. Dieser Bericht dient meiner eigenen Erinnerung, deiner Information und der weltweiter Datenproduktion ;-)
Solltest du konkrete Fragen oder Kommentare haben, koennen wir das gerne mal einen "kommentierten Diaabend" machen...
Fr 4.1.
Die Nacht vor einer Reise ist bei mir immer kurz. Als ich gegen Mitternacht heim kam, war noch viel zu tun (Rundbrief versenden, Zimmer aufraeumen, packen, Projekte abschliessen, Waesche bei meiner Family abholen weil die WG-Waschmaschine kaputt war), dass ich trotz aktivem Kurzschlaf fast den Zug um 12.35 Uhr verpasst haette. Aber weil diesmal der IC mehr verspaetung hatte als der Stadtbus konnte ich gemeinsam mit Jonas und Melli nach Heidelberg fahren, einen lecker Burger verspeisen und dann alleine weiter nach Stuttgart fahren, wo am Samstag mein Flieger starten wuerde.
Um die Fahrt zu entspannen hatte ich einen besuch bei einem Freund (Matthias) eingeplant, der professioneller Puppenspieler ist. So hatten wir gute Gespraeche ueber seinen Auftritt beim ZDF-Weihnachtsgodi, andere Projekte, die Zukunft (auch mit Mario, der zufaellig in der gleichen WG wohnt) und ein paar netten Mitgliedern der BGG, die etwa 20 min versuchten mich zu bekehren ohne auch nur ein einiges Mal zu fragen, wer ich eigentlich bin oder was ich glaube (ich hab sie einfach mal reden lassen, weil ich das Gefuehl hatte, dass sie ihre Geschichte mal jemandem erzaehlen wollten...).
Nach einem Billard und Doener-Abend wurde ich dann durch 6 DVD-Folgen „Monk“ zum Nachdenken gebracht, weil der Polizist in dieser amerikanischen TV-Serie teilweise aehnliche Situationen erlebt wie ich und auf unterhaltsame Weise Therapiesitzungen im Fernsehsessel anbietet.
Sa 5.1.
Nach einem guten Fruehstueck gings ab zum Flughafen (2 Grad und Nieselregen). Fliegen mit Condor kann ich echt empfehlen. Unkomplizierte Internetbuchung, nettes Personal, lecker Essen an Bord (soweit es eben in einem Flugzeug geht) und wir waren nach einer Folge King of Queens, dem Simpsons-Mov
ie und ein paar Seiten Reiseinformation sogar 30 min vor der geplanten Zeit am Ziel, weil der Pilot einen guten Wind erwischt hat.
Urlaubsfotos konnte ich auch gleich aus Suedfrankreich, Spanien und Marokko machen und im oestlichen Anflug auf Teneriffa Lanzarote und Gran Canaria mitnehmen.
Mein Bruder hat mich am Flughafen abgeholt und die ca. 1 h Fahrt an der Ostkueste hat mich bei strahlendem Sonnenschein gleich an die 22 Grad Standardtemperatur gewoehnt. Nicht zu heiss, aber angenehm warm :-)
Teneriffa wohnt und bei der ich die ersten 5 Naechte in einem tollen Gaestezimmer in Hafennaehe uebernachten durfte) und eine tolle Begruessungs-Show: In Spanien feiert man naemlich gerne. So zum Beispiel am 6.Januar den Dreikoenigstag (dieses Jahr war der 6.1. sowieso ein Sonntag also wurde der 7.1. kurzerhand auch zum Feiertag erklaert...) und am Vorabend gab es eine Riesen-Parade durch die Hauptstadt Santa Cruz. Familien mit bunten Fahnen am Strassenrand, froehliche Atmosphaere bei um die 20 Grad abends um 8, Weihnachtslieder aus Lautsprecherwagen, spanische Blasorchester die Jingle Bells spielen, Umzugswagen mit jeweils einem der drei Koenige (die Santa Claus in bunten Farben recht aehnlich sahen), Reiterschwadronen und Fahnentraegern gefolgt von allen moeglichen Fabelwesen. Und alle unterwegs um Bonbons zu werfen und dem Jesuskind Geschenke zu bringen... Wir haben uns hinterher noch ein nettes Cafe gesucht und haben die Massen auf den Strassen alleine bis 4 Uhr feiern lassen. Das nenne ich mal Volksfeststimmung :-)So 6.1.
Was macht man im Urlaub als erstes? Richtig: Ausschlafen! Dann in Ruhe kochen mit Chris in der Crew Galley auf dem Schiff und ein entspannter Tag zwischen Schiff und Stadt. Abends dann mit Helga der Besuch einer deutschen Gemeinde in Puerto de la Cruz und hinterher lecker Pizza und 1-Meter-Bratwurst in einem Lokal der Altstadt. Spannend, dass es hier normal i
st, dass Familien auch nach 22 Uhr noch mit kleinen Kindern durch die Stadt flanieren, Hauptmahlzeiten einnehmen und das Leben geniessen. Dafuer ist mittags von 13 bis 16 Uhr nicht viel los...
Mo 7.1.
Ich hatte eine Tasche Klamotten und eine Tasche Buecher eingepackt. Also hab ich auch zwischendurch immer wieder mal gelesen und eine intensive Lesetour durch die Hafengegend gemacht (alle 200m ein Kapitel auf einer Bank an der Promenade, dann weiter laufen und drueber nachdenken). Abends dann das Kultspiel an Bord: Sequence. Und immer wieder neue Leute kennen gelernt.
Da Christian an den meisten Tagen tagsueber von 9-17 Uhr arbeiten musste, habe ich auch diesen Tag allein einen Ausflug zum Strand im Fischerdorf St. Andres (7Km noerdlich) eingeplant. Allerdings hab ich gleich im Bus ein nettes duetsches Paar getroffen mit denen ich mich gut unterhalten konnte und neben tollem Saharasand und ruhigem Wasser auch die typischen kanarischen Schrumpfkartoffeln mit Mojo-Dip genossen habe.
Abends haben sich dann einige Crewmitglieder zum „German Talking“ versammelt. Standardsprache auf der Insel (ausserhalb der Touristengebiete) ist ja spanisch und an Bord englisch. Einige deutsche, fast deutsche oder deutsch lernende hatten so die Chance, sich mal gut zu unterhalten und Vokabeln auszutauschen.
Weitere Berichte der Wanderungen, wie ich auf 3700m fast gestorben waere und wie viel Kreativitaet es braucht, einfach nur Pommes zu bestellen dann im naechsten Reiseblog...


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