Im Auftrag Da Vincis...
- DaVinciCode
- Im Auftrag des Teufels
Man könnte das Zufall nennen, aber ich fand sie irgendwie total passend und aufeinander aufbauend, auch wenn sie total unterschiedlich gemacht sind.
Im DaVinciCode (dt.: Sakrileg) suchen ein Symbologe und eine Kryptographin nach dem Heiligen Gral und versuchen so nachzuweisen, dass Jesus ein Kind mit Maria gezeugt hat dessen Blutsline man durch die Geschichte in Geheimbünden bis heute verfolgen kann. Die Aussage des Filmes (stärker noch im Buch!): Geschichte wie wir sie kennen ist manipuliert. Die Kirche vertuscht großes Unrecht um ihre Macht zu erhalten. Der Staat ist irgendwie auch korrupt und involviert und das ganze Leben gilt es irgendwie mystisch symbolisch zu deuten.
Bei "Im Auftrag des Teufels" versucht ein Anwalt seinen Job zu machen indem er skrupellos jeden Fall vertritt und zum Erfolg führt, selbst wenn er von der Schuld seines Klienten überzeugt ist. Ruhm, Erfolg und der Duft der Großstadt lassen ihn seine kirchliche Prägung vergessen und erst als er durch Intriegen alles zu verlieren droht, wird ihm bewusst, worauf er sich eingelassen hat. Es geht letztlich um die Frage der freien Entscheidung das Gute oder das Böse zu tun und wie unterschwellig uns der Teufel oft das Böse so schmackhaft serviert, dass die freie Wahl für das Falsche garnicht so schwer fällt.
Was verbindet die beiden Filme jetzt? Ich weiß es nicht genau. Ich weiß nur, dass ich heute Nacht irgendwie angesprochen war und mir dachte: Ja, so ist es oft auch bei mir. Alles zu hinterfragen, anzweifeln und kritisieren ist gutes wissenschaftliches Vorgehen. Aber ohne das Vertrauen in den erlebten Glauben (Stichwort "Brunnenerlebnis") führt es nicht zum Ziel. Und ohne gelebte Beziehung zu Gott - quasi virtuell in Babylon lebens - wird schnell "Eitelkeit meine Lieblingssünde" und tut dann ihr übriges um mich zu kontrollieren.
Soviel nur meine unreflektierten Gedanken und das Resümee: Ich sollte öfters solche Videoabende machen :-)

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