Donnerstag, März 26, 2009

Wie groß ist die Bibel?

"The Bible in .txt format takes 1,64 M"

Zufällig bin ich bei einer Internetrecherche zu einem Softwareproblem gerade auf dieses Zitat gestoßen. Dabei habe ich nicht überprüft, ob es aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt, ob es faktisch zutreffend ist oder ob eine bestimmte politische/theologische/ideologische Meinung dahinter steht. Was mich viel mehr dabei fasziniert hat ist wiedereinmal der Gedanke:
Muss man alles so aufblähen?

Es gibt heutzutage Software, die mit einem Umfang von mehreren GB das gleiche tut, wie ein Dos-Programm mit wenigen KB. Mit dem einzigen Unterschied, dass man jetzt mehr bunte Bildchen, Animationen, Sounds und Assistenten hat.
Der immer noch auf allen Windows PCs vorhandene mplayer2.exe umfasst lediglich 5KB und kann (mit den richtigen Codecs anbei) jedes Video abspielen.

Warum in aller Welt muss man also eine Email mit bunten Bildchen von 2KB auf 200KB aufblähen, einen Newsletter als PDF mit über 1MB verschicken (statt sinnvoll komprimiert auf max 200KB) und Internetseiten so grafisch überladen, dass ein User ohne DSL-Anbindung nebenbei Schach spielen kann?
Klar, die Bedienung ist oft komfortabler und intuitiver. Aber meist weder schneller noch effizienter (wenn man mal ein wenig Zeit investieren würde, um Tastatur-Shortcuts zu lernen...).

So, genug gemeckert. Bei der nächsten Mail/Newsletter/Website/Software, die du in die Welt setzt frag dich mal: Wenn der Inhalt der gesamten Bibel 1,64 MB umfasst, wie viel Speicherplatz ist dann meine Nachricht wert?
;-)

Labels: , , , , , , , , ,

Montag, März 23, 2009

Rotkäppchenanalyse

Gerade hab ich dank Ehrensnf einen geilen Clip gefunden.

Ich mag es ja, wenn andere Menschen relevante Themen analytisch betrachten und so hinter die Oberfläche schauen.
So zum Beispiel folgende Neuinterpretation von Rotkäppchen.
Toll, was mit Flash alles möglich ist :-)



Einziges Manko: Das Girl hat keinen roten Hut auf!

Sonntag, März 15, 2009

Globalisierter Musikmarkt

Wow, meine neue CD ist da!

Nichtsahnend habe ich am 23.2. eine CD über den Amazon Marketplace bestellt. Da vernetzen sich kleine Firmen, um per Amazon-Schnittstelle an die große Kundschaft zu kommen. Und da es die gesuchte CD momentan nicht offiziell über Amazon gab, habe ich auf deren Marktplatz bei einem Händler eingekauft. Zum Preis von Knapp 6 EUR (+ 3 EUR Versandkosten) klang das Angebot fair. Was damit in Gang gesetzt wurde, konnte ich nicht ahnen:
  • Eingeloggt war ich mit meinem deutschen Profil bei der deutschen Amazon-Website und mit mittelhessischer Liefer-Adresse.
  • Angeboten war die Cd zur Lieferung nach Deutschland, wie üblich.
  • Von Amazon bekam ich wie gewohnt die Bestellbestätigung und der Betrag wurde vom Konto eingezogen.
  • Noch am Gleichen Tag meldete sich der Verkäufer als Händler aus Australien, um auf eine Lieferzeit von 7-14 Tagen hinzuweisen.
  • 5 Tage später bekam ich die Nachricht, dass selbst der australische Händler auf eine Lieferung seines Zulieferers wartet.
  • Nochmal 4 Tage später kam dann die frohe Botschaft: Die CD ist verschickt worden.
  • Nochmal 10 Tage später kam die CD tatsächlich bei mir an, inklusive Luftpoststempel und Zollbescheinigung.
  • Heute habe ich die CD nun endlich hören können und bin glücklich...
Was mich daran erstaunt ist nicht so sehr die lange Wartezeit. Das kann cih verschmerzen (auch wenn es mittlerweile die gleiche CD auch wieder regulär bei Amazon gäbe und ich sie ähnlich günstig und vermutlich schneller hätte im Laden kaufen können). Spannend finde ich, dass ein Händler in Australien über eine deutsche Internetseite Kunde wirbt, um daraufhin von einem Zulieferer Ware zu bekommen und per Luftpost nach Deutschland zu versenden. Insgesamt habe ich vier Emails des Verkäufers bekommen (+2 von Amazon) und das ganze für ein Produkt, das mich insgesamt weniger als 9 EUR gekostet hat.

Wo kann da noch eine Gewinnspanne bleiben? Ich weiß es nicht und kann nur staunen...