Montag, April 21, 2008

Gottesdiensttheorie I

Beim Aufräumen hab ich grad einen Notiz-Zettel von einem Brainstorming letztes Jahr gefunden, den ich nirgens einordnen kann. Also dachte ich mir, ich blogge ihn einfach ;-)

Ein Gottesdienst besteht aus 4 Aspekten, die je nach Stil, Hintergrund, Zielgruppe und Struktur unterschiedlich stark vorkommen:
  1. Verkündigung (z.B. Predigt, Lied, Medien)
  2. Lobpreis (z.B. Lied, Gebet, Psalm)
  3. Bekenntnis (z.B. Lied, Formel, Zeugnis)
  4. Gemeinschaft (z.B. Info, Aktion, Austausch, Zeugnis)

Jeder dieser 4 Bereiche sollte in jedem Gottesdiesnt vorkommen ohne dass sie als Blöcke erkennbar sein müssen. Intuitiv wird es auffallen, wenn ein Aspekt über lngere Zeit vernachlässigt oder ausgeblendet wird, im einzelnen Gottesdienst kann man jedoch bewusst einzelne Aspekte hervorheben.

Gottesdienste kann man in 3 Kategorien einteilen:

  1. Gästegottesdienst (Fokus auf Glaubensfernen)
  2. Gemeindegottesdienst (Fokus auf Glaubensbrüdern)
  3. Lobpreisgottesdienst (Fokus auf Glaubensstifter)

Im Gästegottesdienst wird eine einfache zentrale Verkündigung Menschen de christlichen Glauben und das Gemeindeleben nahebringen. Gemeinschaft im oder nach dem Gottesdienst bietet die Möglichkeit, Freundschaften aufzubauen und sich persönlich kennenzulernen.

Im Gemeindegottesdienst kann man sich gegenseitig durch einen ausgeprägten Bekenntnisteil am Glauben teilhaben lassen und bestärken. Gemeinschaft im oder nach dem Gottesdienst bietet die Möglichkeit, Freundschaften zu vertiefen und sich ehrlich über Freude und Leit auszutauschen.

Im Lobpreisgottesdienst steht - wie der Name schon sagt - der Lobpreis, die Anbetung Gottes im Zentrum. Mit ihm nimmt man Kontakt auf, betet ihn an und hört auf sein Reden. Gemeinschaft im oder nach dem Gottesdienst bietet die Möglichkeit, Offenbarungen weiterzugeben und die Freude zu teilen.

Das sind natürlich nur grobe Raster und keine fertigen Konzepte, aber wie ich finde gute Grundlagen auf denen man sich als Koordinator Gedanken machen kann, welche Art Gottesdienst man gerade organisiert, bzw als Besucher, was man vermutlich zu erwarten hat.

Wenn ich demnächst nochmal Zeit habe, reflektiere ich mal verschiedene mir bekannte Gottesdienstkonzepte oder theologische Theorien an diesem Schema :-)